Die Halbinsel Varanger liegt im äußersten Nordosten Norwegens und ist bekannt für die ausgezeichneten Möglichkeiten zur Beobachtung und Fotografie arktischer Vogelarten. Balzende Kampfläufer, Odinshühnchen, Papageientaucher, Mornellregenpfeifer und noch viele andere Vogelarten mehr kann man dort finden, deshalb war es für mich immer schon ein Traum, dieses Gebiet zu besuchen.


Anfang Juni 2026 sollte es dann soweit sein, mit Thomas war ich für sehr intensive 14 Tage auf der Halbinsel Varanger unterwegs. Wir flogen bis Ivalo, von dort aus ging es mit dem Mietwagen durch die Waldtundra Nordfinnlands in Richtung norwegische Grenze. Die Fahrt war abwechslungsreich: Kleine und größere Seen mit Zwerg-, Mittel- und Gänsesägern, Prachttauchern und Schellenten, dazu kreuzten häufig Rentiere die Straße. Wir konnten auch jagende Merline und Seidenschwänze beobachten.
Sehr empfehlenswert ist ein Stop in Kaamanen. Dort gibt es ein kleines Hotel, an dem direkt vor den Fenstern des Restaurants Vögel gefüttert werden. Wir konnten unter anderem Lapplandmeisen, Trauerschnäpper und Hakengimpel fotografieren.
An der Grenze zu Norwegen wird nicht kontrolliert, wir fuhren am Fluß Tana entlang in Richtung Tana bru. Von dort aus gibt es zwei Routen auf Varanger: Die Küste entlang nach Vardø oder weiter den Tanafluß nördlich Richtung Berlevåg. Wir entschieden uns, erst die Küste und später die Berlevåg-Route zu fahren. Die Küstenstraße ist sehr stark befahren, auch von LKWs. Die ersten 20 km war das nicht schlimm aber danach kann man von der Straße viele Vögel sehen, hier kann man nur empfehlen, eine der vielen Straßen/Feldwege weg von der Hautstraße zu probieren um ohne Stress anzuhalten und au dem Auto Vögel zu fotografieren.
Die Kirche von Nesseby ist sehr fotogen, aber auch die anschließende Halbinsel ist für Vogelfotografen nicht uninteressant: Falkenraubmöwen, Odinshühnchen, Sumpfohreule und Steinschmätzer konnten wir sehen.
Zum Weiterlesen klickenMitte April ging es zu einem Kurztrip zum Jadebusen und anschließend zum Ochsenmoor. Das Wetter war sehr durchwachsen, dafür waren aber recht wenige Fotografen am Ochsenmoor. Es war mein erster Besuch dort und hat gleich richtig Spaß gemacht. Limikolen, Enten, Gänse, Fasane und nicht zuletzt einige Blaukehlchen konnte ich fotografieren. Dies wird sicher nicht meine letzte Fahrt zum Ochsenmoor gewesen sein.
In der Ausgabe 12/2025 erschien ein Beitrag von mir in der Zeitschrift Naturfoto. Der Titel heißt „Eine Frage der Perspektive“, Inhalt ist ein Bericht über die Fotografie von Limikolen und einige Bilder dazu.

Für einige Tage flogen wir zum Wanderurlaub nach Madeira. Es ist eine wunderschöne Insel mit rauhen Küsten, blühenden Blumen, bewaldeten Tälern und wolkenumsäumten Gipfeln. Und es gibt die Levadas, künstliche Wasserläufe, die sich an den Berghängen entlangschlängeln und sich durch ihr geringes Gefälle perfekt für entspannte Wandertouren eignen. Auch die alten Lorbeerbäume im Wald von Fanal haben uns sehr beeindruckt. Leider fanden wir Madeira an vielen Stellen sehr überlaufen, nur wer Wanderwege läuft, die nicht in einschlägigen Reiseführern oder Influencerberichten angepriesen werden, kann die Ruhe der schönen Natur dort auch genießen.